Der Gesa-Rautenberg-Preis

2019 hat Filmkultur Schleswig-Holstein e.V. seiner Mitgründerin und ehemaligen Vorsitzenden seinen neuen Langfilmpreis gewidmet. Der mit 2.000 Euro dotierte Gesa-Rautenberg-Preis wird seitdem jährlich auf dem FilmFest Schleswig-Holstein vergeben.
Mit der Widmung möchte wir Dr. Gesa Rautenberg für ihre außerordentlichen Verdienste um die Förderung des Filmschaffens und der Filmkultur in Schleswig-Holstein mit der Widmung des Filmkultur-SH-Langfilmpreises ehren. Wir haben sie außerdem zum Ehrenmitglied unsers Vereins erklärt.

Gesa Rautenberg war 1989 Gründungsmitglied und später Vorsitzende der Kulturellen Filmförderung Schleswig-Holstein e.V. (jetzt Filmkultur SH e.V.), der sich von je her für die landesweite Förderung des kulturellen Filmschaffens einsetzt. Als Mitglied des Filmclubs Kiel seit den frühen Siebziger Jahren und späteren Mitgründerin und dann langjährigen Leiterin des Kommunalen Kinos Kiel hat Gesa Rautenberg Maßstäbe für die Präsentation von Filmkultur gesetzt und sich auch inhaltlich und betriebswirtschaftlich gegen das damalige, dominante Kinomonopol in Kiel behauptet.
Gesa Rautenberg hat sich aber auch über die Landesgrenzen hinaus für die Filmkultur engagiert. Unser Vereinsmitglied Helmut Schulzeck schrieb in einem Portrait über sie: „Mit ihrem kompetenten Einsatz für das entgrenzende, reichhaltige, vielseitige Kino war sie Jahrzehnte aus der bundesweiten Szene der kommunalen und Programmkinos nicht wegzudenken und hat ein großes Publikum mit ihren Kinoprogrammen beglückt und bereichert. Und so trifft dann folgende Charakterisierung, die 2004 die damalige Kultusministerin Ute Erdsiek-Rave anlässlich der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik Deutschland äußerte, den Kern ihrer Leidenschaft und Arbeit: „Das Kieler KoKi ist ihr Kind, der Film ihr Lebensinhalt. Sie ist eine allseits geschätzte, wissenschaftlich fundierte Cineastin, die über die Landesgrenzen hinaus Filmarbeit geleistet und dazu beigetragen hat, dass die Filmkunst als junge künstlerische Disziplin anerkannt wurde und im Kanon der etablierten Kunstformen aufgenommen worden ist.“

Noch heute hallt das Wirken von Dr. Gesa Rautenberg für die Filmkultur nach. Mit der Namenswidmung möchten wir aber einen Beitrag leisten, damit ihr hochkompetenter und zum Gutteil ehrenamtlicher Einsatz nachhaltig gewürdigt und als beispielhaft in Erinnerung bleibt.

Lesen Sie mehr:
Interview mit Dr. Gesa Rautenberg anläßlich ihrer Verabschiedung als Leiterin des KoKi Kiel, von Helmut Schulzeck (Juni 2003)
„Ein Gruß an Dr. Gesa Rautenberg“, von Bernd-Günther Nahm (Juli 2003)
Verdienstkreuz am Bande für Dr. Gesa Rautenberg (Oktober 2004)
Anmerkungen zu Gesa Rautenberg im Filmbrief Nr. 9 (Hrsg. Kulturelle Filmförderung SH e.V.), von Helmut Schulzeck (2018)

Ehrung Gesa Rautenbergs anlässlich des 7. Filmfest Schleswig-Holstein Augenweide“ (2003) in der Pumpe, Kiel (Foto: Jörg Meyer, infomedia.sh)

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